Nachbehandlung:
Normalerweise entsteht durch den Wegfall eines großen Hautsegmentes eine Spannung auf den Bauch, die sich erst über die nächsten 2 bis 3 Wochen durch Nachdehnung der Haut wieder legt. Zur Entlastung der Nähte ist anfangs ist eine Stufenbettlagerung und leicht gekrümmtes Gehen sinnvoll.
Aufgrund der Bauchmuskelnähte ist eine körperliche Schonung für 6 Wochen erforderlich. Während dieser Zeit soll auch ein Bauchmieder getragen werden, um ein schnelles Verkleben der abgelösten Schichten zu gewährleisen.
Die Narben werden anfangs etwas rötlich und verdickt erscheinen, nach einigen Monaten werden diese weicher und verblassen allmählich. Kleinere Narbenkorrekturen sind manchmal notwendig, um ein optimales kosmetisches Ergebnis zu erreichen. Diese können nach ca. 9 Monaten durchgeführt werden.
Zum Schutz vor Thrombose muss der Patient neben medikamentöser Therapie mit Heparin früh mobilisiert werden, in der Regel am Abend des OP-Tages, spätestens am nächsten Tag. Bei normalem Verlauf kann der Patient nach einer oder zwei Übernachtungen in der Klinik nach Hause.
Hinzuweisen ist auf ein absolutes Rauchverbot zwei Wochen vor und nach dem Eingriff, um die Durchblutung und damit die Wundheilung nicht zu gefährden. Zudem sollten ASS-haltige Medikamente wie Aspirin 10 Tage vor OP gemieden werden, um das Blutungsrisiko nicht zu erhöhen.
Risiken und Komplikationsmöglichkeiten:
Neben den allgemeinen OP-Risiken wie Thrombose, Infektion, Wundheilungsstörungen und Nachblutung sind Durchblutungsstörungen bis zum Auftreten von Hautnekrosen und Gefühlsstörungen im Unterbauchbereich möglich. Überschüssige Hautecken im seitlichen Bereich können zu einem späteren Zeitpunkt abgetragen werden.

