Die Neigung zu übermäßigem Schwitzen vor ist unangenehm und tritt am häufigsten im Achselbereich auf. Die Betroffenen sind dadurch im täglichen Leben teilweise sehr beeinträchtigt, so ist mehrfaches Wechseln der Oberbekleidung am Tag nicht selten. Häufig wird auch nur noch dunkle Mode getragen, um entstehende Schweißflecken zu verbergen.
Behandlungsindikation
Die Indikation zur Behandlung stellt sich durch die Anamnese und die körperliche Untersuchung. Bei dieser kann oft bei angehobenem Arm nach kurzer Zeit ein Auftreten von Schweißperlen beobachtet werden.
Behandlungsmöglichkeiten der axillären Hyperhidrosis
Botulinumtoxin: Nervengift zur Stilllegung der Schweißproduktion für 6 – 9 Monate, einfache Handhabung
Exzision des Areals: Herausschneiden des gesamten schweißdrüsentragenden Hautgebietes, große Narben, heute „letzte“ Lösung
Subkutane Schweißdrüsen-Saugkürettage
Sehr elegante Methode zur dauerhaften Schweißreduktion
Technik:
Der Eingriff kann in der Regel sehr gut in lokaler Betäubung durchgeführt werden, sodass nur auf besonderen Wunsch in Narkose operiert wird. Zunächst wird die vorab angezeichnete Region, welche in der Regel dem behaarten Bereich entspricht, mit einer Kochsalzlösung versetzt mit Betäubungsmittel und blutstillendem Mittel aufgefüllt.
Nach einer ca. 30-minütigen Einwirkzeit werden zwei kleine Inzisionen gesetzt. Über diese wird mit einem sog. Dissektor Unterhaut von dem Drüsentragenden Hautgebiet gelöst. Dann werden mit einer speziellen Kanüle die der Haut anhängigen Drüsen abgeschabt (Kürettage) und gleichzeitig abgesaugt. Durch die Entwicklung spezieller Kanülen wird eine relativ komplette Absaugung der Schweißdrüsen gewährleistet.

