Abstehende Ohren verursachen häufig psychische Probleme und sind vor allem in der Kindheit Ursache für Hänseleien. Daher ist es ratsam vor der Einschulung eine Korrektur durchführen zu lassen.
Indikation und Technik
Der normale Winkel des Ohres zum Schädel beträgt 15-20°. Korrekturen bei einem Winkel über 45° werden normalerweise von der Krankenkassen übernommen. Nicht selten ist eine Asymmetrie der Ohren, welche nicht immer völlig beseitigt werden kann.
Die Operation wird bei Kindern immer in Narkose, bei Jugendlichen oder Erwachsenen auch durchaus in lokaler Betäubung durchgeführt. Über einen vorderen (in der Ohrmuschel liegenden) Schnitt oder einen hinteren (am Übergang Ohr-Schädel) Zugang wird der Knorpel des Ohres freigelegt. Dieser wird dann durch Einritzen geschwächt, damit er an Spannung verliert. Die meist fehlende oder reduziert Fältelung innerhalb der Ohrmuschel wird durch versenkte Fäden erzeugt und fixiert. Überschüssige Hautanteile werden beim hinteren Zugang entfernt.
Risiken:
Bluterguss und Infektion sind selten Komplikationen, bei denen der Arzt schnell und adäquat reagieren muss, dann wird kein Folgeschaden verbleiben. Ein Verlust der erzeugten Ohrform kann durch die Eigenspannung des Knorpels auftreten, sodass im Extremfall sogar ein zweiter Eingriff gefordert wird.
Nachbehandlung:
Bei regelmäßigen Wundkontrollen sollte nach dem ambulanten Eingriff ein fixierender Verband für ca. 1 Woche getragen werden. Danach ist für weitere 2-3 Wochen das Tragen eines Stirnbandes in der Nacht notwendig, um ein Umknicken des Ohres zu verhindern.

