Indikation
Bei einer Nasenoperation müssen funktionelle und ästhetische Ursachen unterschieden werden. Bekommt der Patient schlecht Luft, weil die Nasenscheidewand krumm ist oder die Nasenmuscheln zu groß sind, so liegt eine funktionelle Störung vor. Dann muss dieses Problem durch eine Korrektur der Nasenscheidewand und/oder der Nasenmuscheln gelöst werden.
Stört das Aussehen der Nase (z.B. Höckernase, breite Nase, große Nase, plumpe Nasenspitze), so erfolgt eine äußere Nasenkorrektur.
Es kann auch ein funktionelles und ein ästhetischen Problem gemeinsam vorliegen und in einer Operation eine funktionelle und ästhetische Nasenkorrektur erfolgen.
OP-Ablauf
Bei der Operation wird das knorpelige und knöcherne Nasengerüst umgeformt. Die Haut- und Weichteile müssen sich dann an das neugeformte Gerüst anpassen. Bei einer ästhetischen Korrektur wird meist mit einem offenen Zugang operiert, dass bedeutet, dass am Nasensteg und innen am Nasenflügelrand ein Schnitt gemacht wird, von dort kann man dann die Haut vom Knorpel- und Knochengerüst abheben und das Gerüst umformen.
Die Operation erfolgt in Vollnarkose, bei ästhetischen Korrekturen bleibt der Patient i.d.R. eine Nacht stationär, bei funktionellen Operationen evtl. länger.
Nachbehandlung
Am Ende der Operation wird die neugeformte Nase von außen durch einen Gips, von innen durch Tamponaden abgestützt. Abhängig vom Umfang der Operation bleiben die Tamponaden ein bis mehrere Tage, der Gips ca. 2 Wochen. Danach ist die Nase noch nicht stabil, so dass für 4-5 Monate keine Brille getragen werden darf und auch auf alle Aktivitäten verzichtet werden muss, bei denen man einen Schlag auf die Nase bekommen kann. Das Gesicht ist nach einer Nasenoperation evtl. deutlich Angeschwollen und die Augen sind gelegentlich blau (Veilchen), bis das zurückgeht vergehen ca. 2 Wochen. Bis die Nase endgültig abgeschwollen ist, dauert es allerdings etliche Wochen bis Monate. Das Endergebnis ist oft erst nach einem Jahr zu sehen.
Risiken
Neben den allgemeinen Operationsrisiken wie Nachblutung, Wundinfektion, Thrombose/Embolie ist das Problem einer Nasenoperation vor allem im funktionellen und kosmetischen Ergebnis zu sehen. Nach einer Korrektur ist nicht immer eine Zufriedenheit des Patienten gewährleistet. Im Gegenteil, Nasenkorrekturen weisen die höchsten Reklamationsraten auf und bedingen am häufigsten Nachkorrekturen. Oft sind es dann nur Kleinigkeiten (die aber nicht unbedingt leicht zu korrigieren sind), die v.a. den Operierten selbst, seltener Freunde oder Angehörige, stören.
Kurzinfo
| Dauer der Operation | ca. 2 Stunden |
| Narkoseform | Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | i.d.R. eine nacht, bei umfangreichen OP's evtl. länger |
| arbeits-/gesellschaftsfähig | nach 2-3 Wochen |
| Nachbehandlung | Fadenentfernung nach einer Woche, Gipsentfernung nach ca. 2 Wochen |

