Implantate: Material, Oberfläche, Form
Die Implantate sind in der Regel aus Silikon, nur noch sehr selten werden Kochsalz - Implantate verwandt. Das Silikongel ist auslaufsicher und "gefühlsecht", ein Wechsel muss nicht mehr nach einem bestimmten Zeitraum, sondern nur noch bei Auftreten von Beschwerden oder nach persönlichem Wunsch durchgeführt werden.
Die ersten Generationen von Implantaten waren glattwandig, durch die seit Jahren übliche Texturierung (raue Oberfläche) ist eine signifikante Senkung der Kapselfibroserate erreicht worden. Bei der Form unterscheidet man zwischen runden und anatomischen, vorgeformten Implantaten. Je nach vorliegender Situation wird der geeignete Implantattyp bestimmt.
Lagemöglichkeiten: prämuskulär, submuskulär
Je nach Ausgangsbefund ist zu entscheiden, ob die Implantate auf oder unter dem Brustmuskel zu liegen kommen.
Nachdem die Lage unter den Muskel ein größeres Gewebetrauma bedeutet, wird häufig die Positionierung unter der Drüse durchgeführt. Zudem treten hierbei nach dem Eingriff nur geringe Beschwerden auf und das Implantat kann nicht verrutschen.
Bei dünnen Haut - Weichteilverhältnissen kann das Implantieren unter dem Muskel sinnvoller sein, da die zusätzliche Muskelschicht ein Ertasten oder Abzeichnen des Implantats im oberen Brustbereich verhindert.

